LEHMANN HUEBER Talk, Folge #121
Warum ist München 25 bis 35 Prozent teurer bei Kauf und Miete als die nächstteuersten deutschen Städte? Marc und Sebastian von LEHMANN HUEBER Immobilien gehen der Frage auf den Grund – mit überraschenden Zahlen zur Bevölkerungsdichte und einem ehrlichen Städtevergleich.
Warum ist die Bevölkerungsdichte ein so wichtiger Faktor?
München ist mit 4.800 Einwohnern pro Quadratkilometer die dichtest besiedelte Stadt Deutschlands – Hamburg kommt nur auf 2.500, also gerade mal die Hälfte. Das bedeutet deutlich weniger Raum für Nachverdichtung und neues Bauland, obwohl in München sogar anteilig am meisten gebaut wird von allen deutschen Großstädten. Dazu kommt die strengste Bauordnung Bayerns: Höhenbeschränkungen und der politische wie gesellschaftliche Wille, die dörflich geprägte Struktur Münchens (das „Millionendorf“) zu erhalten, verhindern eine einfache Aufstockung bestehender Gebäude.
Welche Rolle spielen die großen Münchner Arbeitgeber?
München beherbergt Weltkonzerne wie BMW, Siemens, Allianz, Infineon, Munich Re, Linde und Google – anders als etwa Berlin, wo sich die Arbeitgeberlandschaft viel stärker verteilt und weniger auf einzelne Schwergewichte konzentriert. Diese Unternehmen ziehen Fachkräfte aus dem In- und Ausland an, die alle Wohnraum brauchen. Zusätzlich profitiert München von Baukosten mit dem höchsten Regionalfaktor Deutschlands (1,5 gegenüber 1,2–1,3 in anderen Großstädten), wodurch auch Neubauprojekte strukturell teurer sind.
Warum gilt München als besonders krisensicher für Immobilien?
München hat die höchste Kaufkraft aller deutschen Städte, mit dem Landkreis München und Umland-Landkreisen ebenfalls unter den Top 3 im aktuellen Prognos Zukunftsatlas 2025. Selbst in Krisen wie Corona blieb der Markt aktiv – wenn der Preis passt, findet sich in München immer noch ein Käufer, während in anderen Städten der Markt teils komplett zum Erliegen kommt. Das erzeugt eine Art selbsterfüllende Prophezeiung: Weil München als wertstabil gilt, akzeptieren Käufer höhere Preise, was die Preise stabil hält – Verkäufer verkaufen selten unter einem gewissen Niveau.
Wie unterscheidet sich München von Berlin, Hamburg und Frankfurt?
Berlin hat einen stark regulierten Markt, der internationale Großinvestoren eher abschreckt, dazu ein niedrigeres Einkommensniveau und im Osten der Stadt noch erhebliche Nachverdichtungs- und Sanierungspotenziale, die das Preisniveau im Schnitt niedrig halten. Hamburg profitiert von deutlich mehr verfügbarem Bauland und geringerer Bevölkerungsdichte, hat dafür aber auch eine geringere Kaufkraft als München. Ein besonders auffälliger Unterschied: In München kostet selbst die schlechteste Lage nie unter 4.000 bis 5.000 Euro pro Quadratmeter, während die Preise in Berlin am Stadtrand deutlich stärker „ausfransen“ und dort auch für rund 2.000 Euro noch Wohnungen zu finden sind.
Ist München als Kapitalanlage trotz niedrigerer Rendite sinnvoll?
Ja – München kauft man nicht wegen der Anfangsrendite, die im Städtevergleich eher niedrig ausfällt, sondern wegen der Sicherheit: Das Risiko eines Wertverlusts über 5 bis 20 Jahre ist hier nachweislich am geringsten. Zudem profitieren Vermieter von der breiten Münchner Mieterauswahl und stabilen bis steigenden Mieteinnahmen, getragen von den krisenresistenten Großarbeitgebern der Stadt. Wer maximale Rendite sucht, findet sie anderswo – wer maximale Sicherheit sucht, ist in München am besten aufgehoben.
Transkript zur Folge
Warum ist München 25 bis 35 Prozent teurer als andere Metropolen?
Warum ist München 25 bis 35 Prozent teurer bei Kauf und Miete als die nächstteuresten Städte in Deutschland? LEHMANN HUEBER Talk, der Immobilien-Podcast aus München. Ein Servus und ein Hallo aus München. Hier ist wieder der LEHMANN HUEBER Talk mit dem Sebastian. Servus Sebastian. Genau, aus München, der teuersten Stadt Deutschlands.
Und genau darüber reden wir heute. Servus. Genau. Und ich bin auch dabei, der Marc. Und wir freuen uns, dass wir uns heute mal wieder über ein schönes Thema unterhalten können. Sebastian, du hast, glaube ich, in einem Podcast etwas mitbekommen.
Eine ganz normale Frage eigentlich aus so einer Kommunikation heraus. Warum denn München im Vergleich zu anderen deutschen Städten, die ja auch schön sind, wo es ja auch schön ist zu leben, warum denn München so teuer ist oder die teuerste Stadt ist. Ja, weil in vielen Ländern oder in den meisten Ländern ist es ja so, dass die Hauptstadt die teuerste ist. Ist jetzt in Deutschland halt überhaupt nicht so. Also Berlin kommt irgendwo je nach Datenbasis so auf Platz drei oder vier. Und deswegen habe ich mich dann tatsächlich aus eigenem Interesse auch mal gefragt, warum ist München denn eigentlich die teuerste Stadt?
klar, wir wohnen hier, wir wissen, dass es hier schön ist und dass das sicherlich seine Gründe hat, aber da wird es ja noch ein bisschen mehr Gründe geben und deswegen haben wir uns damit mal beschäftigt und vielleicht habt ihr ja auch Spaß daran an den Erkenntnissen. Also ich glaube, wir stehen jetzt bei 1,85 Millionen Einwohnern. Ich glaube 1,6. Oder 1,65 war es, genau, 1,65 Millionen Einwohner und wir sind die drittgrößte Stadt Deutschlands. Also hier in München und jetzt schauen wir doch mal, was denn der Grund ist, warum es hier so teuer ist, Mieten und Kaufen. Und vor allem, warum der Abstand auch so groß ist zu den anderen Städten, weil Frankfurt, Hamburg und Berlin sind relativ gleich auf.
Danach kommt dann Stuttgart, Köln, Düsseldorf. Aber warum ist München 25 bis 35 Prozent teurer bei Kauf und Miete als die nächstteuresten Städte in Deutschland? Ist halt schon mal ein Riesengap. Und heute geht es tatsächlich um die Immobilienpreise natürlich und um die Miethöhen. Also unter teuer kann man ja ganz viel verstehen, Restaurantpreise etc. Ich glaube, auch da ist München so teuer und wahrscheinlich viele von den Punkten, über die wir reden, gelten dann auch für die allgemeinen Lebenshaltungskosten.
Aber du hast recht, heute reden wir über die Immobilien. Ja, man könnte natürlich auch die Gehaltshöhen nochmal beleuchten. Aber gut, wir bleiben jetzt mal bei dem, was wir wissen, Sebastian, wo wir uns auskennen. Was glaubst du denn, was ist denn einer der großen Faktoren? Ist es vielleicht das Thema mangelnde bebaubare Flächen? Dass wir sagen, der Platz geht aus, wenig Platz zur Verfügung und der wenige Platz, der zur Verfügung steht, wird natürlich aufgrund der hohen Nachfrage und dann begehrt und begehrte Nachfrage ergibt ja immer am Ende auch einen hohen Preis.
Grund 1: Die dichtest besiedelte Stadt Deutschlands mit strengem Baurecht
Ist tatsächlich ein spannender Punkt. Also ich, das ist jetzt auch der erste, über den wir reden werden, der, ich hätte ihn jetzt mal so gefühlt eigentlich gar nicht als ersten oder als einen der wesentlichen vier Punkte, über die wir heute reden, gesehen, weil Berlin und Hamburg sind Stadtstaaten. Die können eigentlich über Grenzen weniger rauswachsen, zumindest mal von der jeweiligen Stadt ausgehend im Baurecht organisiert hinauswachsen. München sollte man ja meinen, kann eigentlich in den Landkreis rauswachsen. Aber was tatsächlich ich auch nicht wusste, München ist die dicht besiedelste Stadt Deutschlands. Wir haben 4.800 Einwohner pro Quadratkilometer.
Berlin ist mit 4.100 noch relativ nahe dran, aber Frankfurt sind nur 3.000 und Hamburg nur 2.500 Einwohner pro Quadratmeter. Das heißt, Hamburg ist nur halb so dicht besiedelt pro Quadratkilometer wie München. Und da hat es dann natürlich nochmal deutlich mehr Raum zur Nachverdichtung und mehr Bauland, was noch zur Verfügung steht. Also optisch, wenn ich die Städte so anschaue, hätte ich das nie gedacht. Also ich hätte gedacht, da ist die Bebauung in Berlin viel enger, dass wir da einfach einen anderen Durchschnitt hätten. Also ich glaube, ich weiß nicht, wie es euch geht, aber das ist schon mal die erste überraschende Zahl, Sebastian.
Genau, das heißt halt, wenn es weniger Bauland gibt, kann das Angebot weniger schnell wachsen. Auch da wieder etwas, was ich auch nicht wusste, was eigentlich dem so ein bisschen entgegensteht, aber scheinbar nicht wirklich kompensiert. Die Zahl der Baufertigstellungen pro Einwohner ist in München von allen Städten am höchsten. Also es wird eigentlich am meisten noch gebaut, da hängen die anderen hinterher. Aber der Effekt, dass es trotzdem wirklich schwierig ist, hängt immer noch mit oder wirkt wohl stärker. Und dazu kommt einfach auch, dass wohl die bayerische Bauordnung, ich kenne jetzt den Vergleich nicht zu den anderen, weil ich einfach die anderen nicht kenne, aber die Bauordnung in Bayern und damit auch in München ist wohl die strengste von allen.
Wir haben es mitgekriegt, als es vor einigen Jahren um das Thema Gebäudehöhe geht oder ging. Da gab es ja dann mal so Bürgerbegehren, Bürgerentscheide, wie hoch dürfen Gebäude in München sein. Und da hat man auch wieder gesehen, wie sehr die Münchner sowohl von der Politik als auch die Bewohner ihre dörflich-ländliche Struktur, die München ja immer noch so hat, das wird ja auch als Millionendorf bezeichnet, wie wichtig das hier ist und wie das natürlich dann auch schwierig ist. Weil wenn man jetzt auf jedes Gebäude problemlos ein oder zwei Etagen aufstocken könnte nach und nach, dann hätten wir natürlich gleich ganz viel mehr Angebot, was sich dann halt auch entspannend auf die Preise auswirken würde. Ja, und auf die weitere Erhöhung der Verdichtung. Also jetzt von der Besiedlung, weil wir sind ja eben schon Oberkante im Vergleich.
Ja, und wir wissen es ja aus den Bewertungen, Sebastian. die Baukosten im Vergleich sind auch deutlich höher als wie in anderen Regionen. Also wir haben in Bayern oder sagen wir mal im Münchner Raum den Regionalfaktor 1,5, mit dem wir dann multiplizieren im Vergleich zu 1,2, zu 1,3 in anderen Regionen. Also in den anderen Großstädten. In den ländlichen sind wir dann teilweise bei 0,7, 0,8. Aber da sieht man einfach nochmal, dass auch das Bauen in München nochmal ungefähr 20% teurer ist, als jetzt in Berlin, Hamburg oder Frankfurt.
Und das müssen Bauträger natürlich weitergeben an die Kunden. Deswegen können Immobilien, vor allem die Neugebauten, gar nicht deutlich günstiger angeboten werden. Ja.
Grund 2: Starke Arbeitgeber ziehen Zuzug und Kaufkraft an
Und dann, glaube ich, ist ein zweiter großer Punkt, Sebastian, neben diesen Zahlen natürlich auch, sagen wir mal, der Zuzug nach München. München hat ja wirklich attraktive Arbeitgeber. Ein ganz großer Automobilkonzern ist natürlich hier ansässig mit BMW, aber auch Siemens, Allianz, Infineon, Munich Re, Linde und Google sind hier. Das sind natürlich Arbeitgeber, die schon Drehzahl haben und ziehen. Die ziehen Mitarbeiter an. Da werden viele aus anderen Ländern oder auch aus anderen deutschen Städten angezogen und die brauchen alle Wohnraum.
Ja, in dem Zuge habe ich da auch mal drüber nachgedacht, was sind denn jetzt so die Unternehmen, mit denen man andere Städte verbindet? Bei Stuttgart ist es noch relativ einfach, Frankfurt ist verteilt über mehrere Banken, aber was ist jetzt so der Arbeitgeber, mit dem du Berlin oder Hamburg assoziierst? Oder Köln oder Düsseldorf? Also ich kann, in Hamburg würde ich jetzt mal auf Verlage kommen und werften. Ja, genau, das ist Hafenthema. Das war mir auch das Präsenteste, aber das ist halt dann eins.
Und wenn du, gut, klar, wir sind ein bisschen Homebuyers, wir kennen München halt besser. Ja. Aber in München fallen dir halt mit zumindest mal BMW, Siemens, gleich ganz viele wirklich sehr bedeutende Weltkonzerne ein. Und Berlin streut es sich, glaube ich, schon sehr stark. Klar, Berlin ist auch von der Einwohnerzahl doppelt so groß und verteilt sich auch auf ganz viele. Das ganze Start-up-Thema ist in Berlin natürlich nochmal eins.
Aber so diese Zuzugskraft und diese Attraktivität, vor allem eben auch aus Arbeitgebersicht, ist nach meiner Einschätzung als Münchner hier schon nochmal deutlich stärker als jetzt in anderen Städten. Und genau,
Grund 3: Höchste Kaufkraft und wirtschaftliche Stabilität
München ist halt einfach ein Top-Standort jetzt für Hochtechnologie, Industrie, Medizin und Forschung. Und damit wird hier halt einfach auch ganz schön viel Geld verdient. Also wir haben in München überdurchschnittlich hohe Gehälter im Vergleich. Und das Geld wird auch ausgegeben, weil es ausgegeben werden muss. Man erlebt es ja jeden Tag in München, ob es jetzt das Parken ist, die öffentlichen Verkehrsmittel sind, die Dinge im Supermarkt, die Miete, die Kaufpreise. Also du verdienst zwar hier mehr, aber es geht auch schneller wieder raus.
Also München ist erwiesenermaßen die Stadt mit der höchsten Kaufkraft. Ich glaube sogar, der Landkreis München ist da schon sehr nah auf. Es gab jetzt auch den neuen Prognos Zukunftsatlas 2025 am Freitag. Auch da ist München vom aktuellen Stand immer unter den Top 3 und die anderen zwei sind dann Landkreis München, Landkreis Starnberg, Landkreis Ebersberg. Also um München, wo halt auch viele wohnen, die in München arbeiten und umgekehrt. Das ist schon ein massiver Faktor, was hier einfach an Geld verdient wird und auch historisch schon verdient wurde, wo durch halt über mehrere Generationen Vermögen und damit auch Erbe aufgebaut wurde.
Und das sehen wir halt gerade in der aktuellen Zinssituation. Das war vor drei, vier Jahren bei 1% Zins haben wir die Erben und Vermögen noch nicht so in den Finanzkalkulationen unserer Käufer gesehen. Das kam halt jetzt erst auf, wo die Leute sagen, okay, dann leih ich mir halt weniger Geld, dann kommt es halt vom Konto mal runter. Ja, also Old Money, wie man so schön in Neudeutsch sagt, ist sehr viel vorhanden in München und im Landkreis und wird jetzt auch vermehrt eingesetzt, wie du sagst, Sebastian, wenn sich etwas bewegt. Aber das hat auch zur Folge, Sebastian, dass selbst wenn der Markt mal sich bewegt, ich sage es jetzt mal in eine ausgeglichene Richtung auf Seiten Verkauf, Kauf, wenn sie es mehr ausgleicht, ist deswegen München so krisensicher auch, was das Immobiliengeschäft betrifft, weil am Ende des Tages bleiben trotzdem Käufer übrig, wenn der Preis passt. Es fährt nie zurück auf Null.
Das hat Corona gezeigt, das hat es auch mit den Kriegen gezeigt. In München, wenn der Preis passt, ist immer noch ein lebendiger Markt vorhanden. Wenn in anderen Städten gar nichts mehr los ist, geht in München immer noch was. Das ist halt auch so, um mal kurz auf den psychologischen Faktor zu springen, den ich auch ganz interessant finde, dadurch, dass München einfach als wertstabil gilt und das natürlich auch über mehrere Krisen, wie du gesagt hast, bewiesen hat, ist das auch so ein bisschen so eine selbsterfüllende Prophezeiung, würde ich mal sagen. In München fallen die Preise einfach nicht unter ein gewisses Niveau. Und deswegen unter einem gewissen Preisniveau, weil die Immobilie in München ist, verkaufen Verkäufer ihre Immobilie nicht.
Und Käufer akzeptieren das, weil sie davon ausgehen, dass München auch über die nächste Krise wertstabiler bleibt als vielleicht andere Standorte. Und deswegen ist man hier halt auch bereit, ein bisschen mehr zu bezahlen. Ja, und wir haben Kapitalanleger von auswärts, die genau aus diesen Gründen auch in München einkaufen. Zwar ist die Rendite hier nicht im Maximum zu erreichen im Vergleich zu anderen Städten. Im Gegenteil. Muss auch gar nicht sein.
Im Gegenteil. Aber du hast halt extrem viel Sicherheit. Und das ist für eine richtige Kapitalanleger auch ein wichtiger Punkt. Ich sage immer, München kaufst du nicht wegen der Rendite oder zumindest nicht wegen der Anfangsrendite in den ersten Jahren, sondern München kaufst du, weil du weißt, das Risiko, dass dein Kapital hier weniger wird auf Sicht von 5, 10, 15, 20 Jahren, ist in München einfach am geringsten. Und ich muss auch sagen, du hast die München-Mieterauswahl. Also du bist nicht abhängig von einem, der irgendwo deine Wohnung dann haben möchte nach wochenlanger Vermarktung.
Und du musst in den sauren Apfel beißen und Kompromisse eingehen. Du wirst hier in München auch in schlechten Zeiten immer eine gute Auswahl von Mietern haben und kannst dir aussuchen, wen du nimmst für deine Wohnung, wenn du es nicht total übertreibst. Und da schließt sich jetzt wieder der Kreis zur wirtschaftlichen Stärke Münchens. Das betrifft nicht nur die Käufer, die hohe Kaufpreise zahlen können, sondern natürlich auch die riesige Anzahl von zig oder hunderttausenden Menschen, die bei den einigermaßen krisenresistenten großen Unternehmen arbeiten, die dir dann auch deine hohen Mieteinnahmen und weitere Mietsteigerungen als Kapitalanleger sichern. Und darauf basiert das dann halt nochmal zusätzlich.
Grund 4: Lebensqualität, Sicherheit und Lage
Und jetzt mal zu etwas ganz Menschlichen. Warum ist München auch schön und teuer? Weil es hier natürlich attraktiv ist. Wir haben die Berge in der Nähe, gute Luft, viel Grün, du bist schnell an den Seen draußen, deinen Hobbys kannst du nachgehen, die in der Natur stattfinden. Du hast natürlich auch eine relativ sichere Stadt. Also es ist schon auffällig, wie viel Polizei unterwegs ist und wie schnell die reagieren und wie die Stadt auch mal schnell abgesperrt ist, wenn was Schlimmes passiert.
Also da ist Bayern an sich, aber auch München im Speziellen schon echt ein Highlight in Deutschland. Viele, die zuziehen, sagen ja auch, München war schon immer ein Traum von mir, hier mal zu wohnen. Und es ist für viele das reinste Vergnügen, sich so eine Stadt leisten zu können, denn es ist einfach schon eine besondere Stadt mit einer exzellenten Infrastruktur. Hier und da fährt vielleicht eine Bahn mal nicht lang genug. Oder die Sperrstunde ist etwas zu früh. Das Berliner Modell würde mancher Gastronom lieber fahren.
Aber alles in allem ist das Komplettangebot für Lebensqualität und Freizeit natürlich hier extrem gegeben. Das sieht man halt auch daran, dass sogar die schlechtesten Viertel in München am Stadtrand oder die, die als die schlechtesten gelten, immer noch sichere Stadtviertel sind. Also ich hätte jetzt nach wie vor kein Problem, nachts im Hasenbergel oder in Neuperlach oder in der Messe Stadt Riem rumzulaufen. Es sind einfach Viertel, sowas hast du in anderen Städten, Hamburg wahrscheinlich noch ein bisschen weniger, aber ich sage jetzt mal Frankfurt oder Berlin. Wenn du da in den günstigsten Immobilien statt Vierteln rumläufst, ist das einfach nochmal ein ganz anderes Gefälle. Und das merkt man eben dann auch an den Preisen.
In Berlin, die Spitzenlagen kosten so viel wie in München, aber am Rand franzt es halt aus, dass du halt auch für 2000 Euro den Quadratmeter im Stadtgebiet, am Rand des Stadtgebiets noch Immobilien kaufen kannst. Und das hast du halt in München nicht. Also unter 4.000 bis 5.000 Euro pro Quadratmeter hast du hier nichts, egal wie in Anführungszeichen schlecht die Lage oder die Immobilie sind. Und das ist halt auch einfach ein Zeichen für die Gesamtstabilität und Attraktivität der Stadt. Und nicht zu vergessen ist ja Österreich und Italien nicht weit, Sebastian. Also um einmal mal kurz ins Auto gestiegen, bist du ja schon in einer völlig anderen Umgebung, mit anderen Kulturen und manchmal auch ganz tollen kulinarischen Erlebnissen, davon mal abgesehen.
Und die Wege sind kurz und das ist natürlich schon attraktiv, weil in Hamburg hast du natürlich das Meer und Dänemark in der Nähe und jetzt kannst du auch nach Polen mal kurz rüberfahren. Ein bisschen, aber mehr Regentage. Ins Belleluxland, ja genau, Sonnentage, jawohl. Nachweislich hat München mehr Sonnentage als andere deutsche Städte. Aber wir haben auch den Föhn, also manche bekommen auch Kopfschmerzen hier.
Der Städtevergleich: Frankfurt, Hamburg und Berlin im Check
Aber vielleicht noch den Städtevergleich, Sebastian. Die Städte, die wir, sagen wir mal Frankfurt, Hamburg, Berlin, wenn wir die jetzt mal mit München vergleichen, haben ja auch diese Städte ihr absolutes Plus. Also zum Beispiel Frankfurt hat eine starke Wirtschaft, mehr Fläche, aber weniger Nachfrage aus dem Ausland und die Lebensqualität. kann das jetzt nicht, sagen wir mal, keine Auskünfte darüber geben, wie es sich in Frankfurt so lebt. Aber ich glaube, viele wohnen außerhalb. Da geht es leicht hinter Frankfurt an der A5, den Berg hoch.
In Bad Homburg, die Ecke, glaube ich, ist das. Man merkt, dass der Markt mal im Außendienst war. Er kennt alle Autobahnen mit. Ja, genau. Also ich glaube, in Frankfurt, wenn man schön hat, wohnt man entweder in der Stadt drin, in einem schönen Penthouse, oder man hat seine Einfamilien- oder Doppelhaushälfte am Stadtrand in einer kleinen Städte und pendelt dann nach Frankfurt rein. Also, ich glaube, Frankfurt, absolut lebenswert.
Tolle Flughafenanbindung. Von diesem Flughafen aus kommst du sofort in jedes Land weltweit. Ich glaube, den brauchst du auch, weil ich rede jetzt aus Sicht des Münchners, alle Frankfurter mögen es mir verzeihen, aber von Frankfurt ist es halt in die Berge weit und ans Meer weit. Da haben halt München und Hamburg dann schon wieder Vorteile einfach von der direkten Freizeitqualität um die Stadt herum. Und Hamburg? Ja, Hamburg.
Da kennen wir uns schon ein bisschen besser aus, gell, Sebastian? Da kennen wir uns echt besser aus, weil ich bin großer und bekennender Hamburg-Fan. Ich will da jetzt keine Diskussionen aufkommen lassen, ob jetzt München oder Hamburg die schönere oder schönste deutsche Stadt ist. Sie haben beide ihre Vorteile, aber Hamburg ist extrem attraktiv, auch mit dem, was die einfach aus dem Wasser machen, was die Städte baulich machen, wie unterschiedlich die Stadtviertel sind von rund um die Alster bis hin zur Hafencity, wie du da auf relativ wenigen Kilometern wirklich sehr viel attraktiven Wohnraum hast und auch der Stadtrand völlig lebenswert ist. Du hast aber nachweislich in Hamburg eine geringere Kaufkraft und eben das, was wir eingangs gesagt haben, es ist einfach mehr Bauland verfügbar, weniger Flächenknappheit. Es kann hier einfach mehr gebaut und nachverdichtet werden, was sich natürlich auf die Preise entspannend auswirkt.
Ja, und ich finde auch, der Charme, den die Stadt hat mit der Alster, das ist einfach ein Traum. Also wenn ich da unsere Isar sehe. Ich sage es auch mal, wie wenig München aus der Isar macht, ist eigentlich schon traurig. Ja, genau. Also das Thema Promenade. Also allein schon, okay, brauchen wir nicht reden.
Wer schon mal in Hamburg war, weiß, was ich meine. die Spazierwege um die Isar rum und wie sie angelegt sind, naturbelassen alles schön und gut, aber ich finde Hamburg hat das wirklich toll gemacht und da hast du richtig Lust drauf, aber die Städte müssen ja eigentlich alle gleich sein, Sebastian jede Stadt darf ja gern sein Pro haben, sozusagen und Berlin, also ich bin kein Fan von Berlin, das sag ich hier mal ganz offen da gibt es sicherlich schöne Ecken die mir gerne mal jemand zeigen darf. Aber meine Berlin-Erfahrungen waren bis jetzt nur schnell wieder weg. Wir verscherzen uns heute gerade mit ganz vielen, aber das ist okay. Wir sind ja Klartextmakler. Wir sind Klartextmakler und wir sagen, was wir mögen, was wir nicht mögen.
Aber hey, ich bin offen für Neues in Berlin. Vielleicht bin ich einfach noch nicht mit den richtigen Leuten unterwegs gewesen und habe die schönen Seiten von Berlin oder die Bezirke kennengelernt. Meine bisherigen Erfahrungen waren jetzt nicht so der Reiser. Berlin hat halt ein ganz großes politisches Thema, was viele nationale und internationale Kapitalanleger und Großinvestoren auch abhält. Du weißt halt nie, ob du morgen deine Miete halbieren musst, mal provokant gesagt. Also der stark regulierte Berliner Markt macht die Immobilienpreise dort oder hält sie auf einem niedrigen Niveau.
Du hast zwar den internationalen Zuzug, junge Leute aus der ganzen Welt wollen nach Berlin kommen, Startups, Szene, sicherlich auch viele gute Arbeitgeber, aber das Einkommensniveau ist deutlich niedriger, die Leistbarkeit sowohl zur Miete als auch zum Kauf ist deutlich niedriger und du hast halt vor allem im Osten Berlins noch massive Nachverdichtungs- und Sanierungs- und Aufwertungsmöglichkeiten, die die Preise halt auch im Stadtdurchschnitt gering erhalten. oder gering erhalten. Es gibt durchaus Wissenschaftler, und das hört man auch immer wieder, die sagen, langfristig wird Berlin die teuerste Stadt Deutschlands werden. Ist jetzt mal eine These, die ich einfach mal zitiere. Einfach weil sie es historisch als Hauptstadt und mit allem, was dort geboten ist, werden muss eigentlich. Deswegen überlegen, in Berlin zu investieren.
Kann man machen. Ach gut, der Punkt. Ich verkaufe gerade selber zwei Studenten-Apartments in Berlin, die ich jetzt zehn Jahre hatte. Also wenn einer von euch da draußen Interesse hat an zwei gut geführten, zehn Jahre alten Studenten-Apartments mit Top-Infrastruktur, meldet euch gerne. Reden wir drüber. In welchem Viertel sind die?
Gesund Brunnen. Das ist die Grenze zwischen Mitte und Wedding. Das klingt jetzt erstmal nicht extrem charmant, aber allein wie ich Wedding jetzt bei meinem letzten Besuch wahrnehme im Vergleich zu vor zehn Jahren, als ich die Kaufentscheidung getroffen habe. Und ja, man hört, ich habe in Berlin investiert und das hat auch funktioniert, aber jetzt ist es Zeit weiterzuziehen. Aber vielleicht müsste man trotzdem einfach so mutig sein und als kleine Spekulation sich irgendwo ein Apartment in einer vernünftigen Lage in Berlin holen. naja, und da sind wir wieder dabei, trotz politischer potenzieller Regulierungsrisiken, trotzdem finanzieren, lassen einfach mal schauen, was das in 20, 30 Jahren wert ist.
Aber macht draus, was ihr wollt. Es ist kein Investitionsberat, keine Investitionsempfehlung.
Zum Schluss: LEHMANN HUEBER sucht Verstärkung
Und Sebastian, wir dürfen zum Abschluss der Sendung, der Folge, sag ich es wieder, der Folge, haben wir ja auch noch eine kleine Info, wollen wir gerne in die Welt hinaus posaunen zum Thema Zuwachs bei LEHMANN HUEBER. Wir suchen nämlich ein Vertriebstalent. Also wenn jemand von euch da draußen Lust hat, an dieser LEHMANN HUEBER-Erfolgsgeschichte teilzunehmen, mit uns weiter wachsen möchte und hält sich selbst für ein Vertriebstalent, du musst kein Immobilienmakler sein. Du musst kein ausgebildeter Immobilienmakler sein. Das wollen wir auch nicht. Noch nicht, das machen wir aus dir.
Ja, das machen wir aus dir. Du hast hier die gute Leute, die dich coachen werden, die Maria, Sebastian und ich. Wir werden dir zur Seite stehen und falls du Lust hast, melde dich gerne. Du findest uns ja unter lehmannhueber.de. Wir starten jetzt unsere Suche und sind ganz, ganz gespannt, wer sich denn so melden wird und vielleicht eines Tages dann zu unserer kleinen LEHMANN HUEBER-Familie hinzustößt. Es ist für uns tatsächlich ein großer Schritt, weil ihr habt es ja mitgekriegt, wir haben das jetzt bisher wirklich eigentlich zu dritt gemacht mit Verena seit Jahresanfang als Unterstützung im sehr wertvollen Hintergrund.
Aber jetzt merken wir einfach, dass es Zeit wird, noch jemanden im Team zu haben, der uns bei der Betreuung von Kunden, von Immobilien, bei Besichtigungen unterstützt. Und genau dafür brauchen wir jetzt jemanden, der gut zu uns reinpasst. Als treue Hörer unseres Podcasts kennt ihr uns ja schon ganz gut vermutlich. Und meldet euch einfach, schickt uns an info.lehmannhueber.de kurze Unterlagen und dann reden wir einfach mal drüber. Wir machen da jetzt auch keine großen Stellenausschreibungen. Wir machen ein bisschen Social Media, ein bisschen Podcast.
Und wir glauben, da draußen sind viele Menschen, die das hören, die echt bei uns gut reinpassen würden. Wir sind wählerisch. Das Team ist klein. Das Team wird auch klein bleiben. Aber wer sich angesprochen fühlt und Lust hat auf die Immobilienbranche, meldet euch. Dann bis bald.
Entweder lesen wir von euch oder ihr hört uns wieder zu bei der nächsten Sendung. Folge. Und ja, diese Folge 121 ist hiermit am Ende. Es wird noch und jetzt wieder für die Marktdaten Fetischisten unter euch. Es wird die nächste Folge, die 122, reden wir über den Immobilienmarkt München. Wir hatten es ja vor, ich glaube, zwei Folgen schon mal angedeutet, dass der offizielle Marktbericht des Gutachterausschusses bald kommt.
Der ist jetzt da. Ich werde mich reinknien über die nächsten zwei Wochen und dann wird das unsere letzte Folge werden in zwei Wochen vor unserer Sommerpause. Genau. Werfen wir euch noch mal zu mit Zahlen, Daten und Fakten und dann habt ihr euch ein paar Wochen Pause von uns verdient danach. Also bis zum nächsten Mal. Servus.
Servus und Tschüss. Bis bald. LEHMANN HUEBER Immobilien – entscheidend besser

