LEHMANN HUEBER Talk, Folge #114
Moritz Himmelreich von Matera gibt bei Marc und Sebastian von LEHMANN HUEBER Immobilien einen ehrlichen Einblick in die moderne Hausverwaltung – vom Frust der Eigentümer bis zur konkreten Frage, was ihr von eurem Verwalter erwarten könnt und was nicht.
Was macht die Hausverwaltung im Hintergrund, das Eigentümer gar nicht sehen?
Ein Eigentümer sieht nur das eigene Gespräch mit dem Verwalter, nicht aber die Koordination mit allen anderen Eigentümern, dem Beirat und den zahlreichen Dienstleistern wie Hausmeister, Handwerkern und Versicherungen. Dazu kommen Buchhaltung und eine erhebliche Haftungsverantwortung nach dem Prinzip der „ordnungsgemäßen Verwaltung“ – ein Begriff, der viel Interpretationsspielraum lässt und im Streitfall vor Gericht landen kann. Bei großen WEGs mit hunderten Eigentümern bedeutet das faktisch hunderte potenzielle Klagerisiken für den Verwalter.
Braucht ein Hausverwalter zwingend eine Zertifizierung?
Nein – laut WEG-Reform 2020 ist eine Zertifizierung erst ab neun Einheiten Pflicht für eine ordnungsgemäße Verwaltung. Bei kleineren WEGs mit weniger Einheiten kann die Eigentümergemeinschaft auch eine nicht zertifizierte Person zum Verwalter bestellen, etwa jemanden aus den eigenen Reihen. Der Hintergrund ist ein massiver Fachkräftemangel: kleine WEGs finden oft gar keine Hausverwaltung, die sie übernehmen will.
Was unterscheidet WEG-Verwaltung von Mietverwaltung?
Die WEG-Verwaltung ist das klassische Bild: Der Verwalter erstellt Abrechnungen und Protokolle, organisiert Eigentümerversammlungen und ist zentraler Ansprechpartner für alle Belange als Eigentümer. Die Mietverwaltung (auch Sondereigentumsverwaltung genannt) ist ein separater Zusatzbaustein, der sich um die Vermietung selbst kümmert – Mietersuche, Mietvertrag, laufender Kontakt mit dem Mieter, Reparaturen, Mahnwesen und die Übergabe bei Auszug. Beide Bereiche werden oft in einen Topf geworfen, sind aber klar getrennte Dienstleistungen mit unterschiedlicher Vergütung.
Warum ist es so schwer, eine gute Hausverwaltung zu finden?
Der Beruf leidet unter einem massiven Generations- und Fachkräfteproblem: Viele erfahrene Verwalter gehen in Rente, während Nachwuchs den Job als wenig attraktiv empfindet. Gleichzeitig werden die Anforderungen ständig komplexer – Datenschutz, energetische Sanierung, Heizungsgesetz und Fernwärme-Themen verlangen Spezialwissen, das kleine Ein- oder Zweipersonen-Verwaltungen kaum noch abdecken können. Von rund 25.000 Hausverwaltungen in Deutschland ist ein Großteil klein strukturiert, was langfristig zu sinkender Servicequalität führt, wenn keine Konsolidierung oder Spezialisierung stattfindet.
Worauf sollte man bei den Verwalterrücklagen unbedingt achten?
Fehlende Transparenz kann teuer werden: In einem realen Fall in Hamburg verschwanden 500.000 Euro Instandhaltungsrücklage einer WEG, weil niemand regelmäßig die Kontoauszüge kontrollierte. Der Beirat hat zwar eine Kontrollfunktion, sieht aber bei den meisten Hausverwaltungen keine laufenden Zahlungen live, sondern nur eine jährliche Belegprüfung. Eigentümer sollten deshalb aktiv nachfragen, wo genau das Rücklagenkonto geführt wird, ob es getrennt vom Verwaltervermögen ist und ob laufende Einsicht in die Kontobewegungen möglich ist – statt sich allein auf den Namen der Bank zu verlassen.
Transkript zur Folge
Frustpotenzial mit der Hausverwaltung: eine ehrliche Bestandsaufnahme
Was macht eine Hausverwaltung im Hintergrund, was der Eigentümer eigentlich gar nicht sieht. LEHMANN HUEBER Talk, der Immobilienpodcast aus München. Servus und Hallo beim LEHMANN HUEBER Talk. Heute sind wir zu dritt, hurra hurra. Heute haben wir einen Gast und heute geht es um die moderne Hausverwaltung. Und weil sich auch da was tut, haben wir uns gedacht, da wir ja Makler Generation 2.0 sind, laden wir uns mal die Hausverwaltung Generation 2.0 ein, nämlich den Moritz Himmelreich.
Moritz, servus, hallo. Ja, hallo Marc, hallo Sebastian. Herzlich willkommen. Und Sebastian ist auch dabei, den dürfen wir natürlich nicht vergessen. Der Herr der Zahlen. Das lasse ich mir nicht entgehen, wenn ich was über Hausverwaltungen lernen darf.
Wie ihr wisst, Sebastian und ich haben ja regelmäßig Gäste und ja, heute, der Moritz Himmelreich wird uns heute mal erzählen, was denn so in der Welt der modernen Hausverwaltung los ist. Ich darf ja sagen, dass wir natürlich als Immobilienmakler regelmäßig mit euch zu tun haben. Es ist, und der Verwaltungsaufwand, also unser Verwaltungsaufwand für Immobilien, die wir veräußern und vermitteln, hat auch immer ganz viel zu tun mit den Unterlagen, die ihr so habt. und ja, gefühlt, ich sage es mal so eingehen. Ich grätsche rein, haben sollte. Ja, Sebastian, da kommen nicht alle Hausverwaltungen, haben alle Unterlagen.
Aber es gibt dafür Gründe, Sebastian. Und die wollen wir mal hinterleuchten heute, weil ich glaube, irgendwo steckt immer irgendwie eine Geschichte dahinter. Und ich schmeiße mal was in den Raum, lieber Moritz, und das können wir später einfach nochmal, kannst du dir mal aufheben. Vielleicht kannst du dazu dann später was sagen. Ich glaube, dass ganz, ganz viele Hausverwaltungen nicht mehr mitkommen mit den ganzen Aufgaben, die auf euch zugekommen sind. Und dass wir, ich glaube, auch so eine Art Generationenwechsel haben in diesem Berufsfeld.
Und ich glaube, du hast da viel zu erzählen heute und deswegen, ja, schön, dass wir zusammengekommen sind und dass du heute Gast bist bei uns. Hallo, prima. Ja, hallo. Freut mich auch. Genau, ich werfe mal noch kurz ein bisschen zweiten Einschub ein, bevor wir Moritz sich vorstellen lassen. Also so erlebnissig, ihr unsere Hörer, wenn ihr denn Immobilieneigentümer oder auch am Rande Mieter seid, aber hauptsächlich als Eigentümer, erlebt ihr ja wahrscheinlich auch die tollsten Dinge mit euren Hausverwaltungen.
Also wir kriegen das natürlich auch immer wieder so mit, dass da sehr viel Frust ist. Es gibt auch gute, es gibt aber auch sehr hohes Frustpotenzial in Sachen Kommunikation, Erreichbarkeit. Wir sind da gerade an einem Fall dran, wo wir schon mit einer Wohnung im Verkauf sind. Wir mussten jetzt starten, aber es erreicht niemand, die Hausverwaltung, um noch ein Dokument nachzufordern. Die reagieren nicht auf E-Mails. Wenn man anruft am Festnetz, kommt immer nur eine Ansage, dass man gerade nicht erreichbar ist.
Und es ist einfach, als gäbe es diesen Laden nicht mehr. Das ist natürlich der Extremfall. Da beißen wir uns gerade die Zähne aus und der Eigentümer auch, der uns da unterstützt oder wir ihn. Aber es gibt halt auch so die klassischen Dinge, wir brauchen Unterlagen, die der Eigentümer nicht mehr hat oder verlegt hat oder gelöscht hat. Oder nie bekommen hat oder nie vorlegen hatte. Genau und dann wenden wir uns an den Verwalter direkt.
Die Vollmacht haben wir ja vom Eigentümer in der Regel und dann kommt manchmal drei Tage gar nichts. Dann kommt eine E-Mail, wo im ersten Satz drinsteht, oh der Eigentümer muss das haben. Wir haben da eigentlich gar keine Lust drauf so in dem Sinne. Und wenn wir da irgendwas aus unseren Dokumenten raussuchen, hätten wir gerne 100 Euro Aufwandspauschale. Ja, notgedrungen muss man das dann manchmal bezahlen, weil es anders nicht weitergeht. Aber es ist natürlich schon sehr ärgerlich.
Und deswegen, manchmal erleben wir auch die positiven Seiten, dass innerhalb von ein paar Stunden per E-Mail ohne Rechnung die angefragten Unterlagen kommen. Dann ist das so ein richtiges Wow-Erlebnis. Aber das ist mal so das Spektrum. Und genau, jetzt sind wir, glaube ich, an dem Punkt, wo der Moritz sich und seine Firma mal vorstellen darf und wie ihr das Ganze so angeht, wie ihr dazu gekommen seid, eine weitere Hausverwaltung zu gründen und was euch von den anderen ein bisschen unterscheidet.
Wer ist Matera und was macht das Unternehmen anders?
Ja, vielen Dank. Also Moritz Himmelreich, mein Name. Ich leite Matera in Deutschland. Matera gibt es mittlerweile seit acht Jahren, stammt ursprünglich aus Frankreich. und eben seit vier Jahren in Deutschland tätig. Warum gibt es es uns?
Relativ einfach. Es gibt einen Riesenfrust, habt ihr auch schon eben geschildert, von Eigentümern im Bereich Hausverwaltung. Ich glaube, jeder hat da ein, zwei Geschichten zu erzählen, was da alles nicht so läuft, wie man es erwartet. Oder teilweise hat man einfach Schwierigkeiten, überhaupt zu verstehen, wofür man mal zahlt. Wir haben ursprünglich damit angefangen, dass wir WGs unterstützt haben, sich selbst zu verwalten. Mittlerweile bieten wir auch das ganze Spektrum an, also auch bis zur Vollverwaltung.
Können wir gleich nochmal näher drauf eingehen. Wie gesagt, Matera seit vier Jahren in Deutschland und verwalten mittlerweile 10.000 Einheiten deutschlandweit. Das ist schon einiges. Ich weiß jetzt nicht, wie viel so eine klassische Münchner Hausverwaltung oder eine klassische Großstadtverwaltung. Hast du da so einen Überblick? Ich meine, klar, da gibt es die Ein-Mann- oder Einfrau-Unternehmen, aber auch die Größeren.
Gehört ihr da jetzt von der Zahl der betreuten Einheiten schon zu den Großen oder ist das eine übliche? Doch, eindeutig zu den Großen. Also es gibt so ungefähr 20.000, 25.000 Hausverwaltungen in Deutschland. Das ist ein extrem fragmentierter Markt. Ein großer Teil sind wirklich so ein, zwei Mann Buden. Und sonst so die durchschnittliche Hausverwaltung, von der man jetzt mal spricht, die auch wirklich ein Office hat im Laden, also jetzt nicht so die Einmahngeschichte, dann reden wir so über 2.000 bis 4.000 Einheiten.
Okay. Klar, ich meine, da steckt natürlich dann schon auch, es ist ja jetzt nicht so das, was der Eigentümer sieht, wenn mal eine Abrechnung oder eine Agenda oder ein Protokoll kommt, sondern stellen wir einfach die Frage mal an dich. Was macht eine Hausverwaltung im Hintergrund, was der Eigentümer eigentlich gar nicht sieht? weil das ist ja genauso das Thema, was wir als Makler auch immer haben. Uns sieht man bei der Besichtigung, man telefoniert noch zwei, drei Mal miteinander und dann kommt die große Rechnung. Jetzt mal überspitzt gesagt.
Das stimmt doch gerade, Sebastian. Red doch kein Schmarrn. Also man sieht auch unsere Anzeige mit einem schönen Foto. Also das hast du jetzt völlig vergessen. Stimmt, das habe ich jetzt vergessen. Die große Rechnung, die kommt aber erst nach langer, langer Arbeit, Sebastian.
Ich glaube, da wird der Moritz auch was davon erzählen können. Du schreibst ja auch Rechnungen, aber erzähl mal, was ist denn das Unsichtbare für den Eigentümer? Was sieht er denn nicht? Also ich glaube, was das Besondere ist, insbesondere eben an der WG-Verwaltung ist, dass es extrem viele Ansprechpartner einfach gibt. Und ein Eigentümer sieht halt immer nur das Gespräch, was er selbst mit dem Hausverwalter führt oder die Fragen, die er selbst hat und die beantwortet werden. Er sieht aber nicht unbedingt die ganzen Gespräche geführt werden mit allen seinen anderen Eigentümern, mit dem Beirat oder auch eben mit den ganzen Dienstleistern dieser WEG.
Sei es der Hausmeister, sei es irgendwelche Handwerker für Reparaturen, der Versicherung und was weiß ich alles. Und dass es einfach eine Riesendivität an Ansprechpartnern gibt. Und das muss man halt alles koordinieren, nachhalten. Und das ist einfach sehr aufwendig.
Was die Hausverwaltung im Hintergrund wirklich leistet
Dann seid ihr ja auch noch Buchhalter. Ihr müsst die Finanzen verwalten. Ihr habt da auch eine große Verantwortung. Und ich glaube, das Thema Haftung ist für Hausverwaltungen auch nicht so unlustig. Denn ihr habt ja für diese Beträge die volle Verantwortung. Also wir vertreten ja die WEG.
Wir sind ja ein Geschäftsführer bei einer Firma. Und wenn wir da Fehler machen, es gibt ein WEG-Gesetz natürlich. Also wenn wir da halt, es gibt immer das Prinzip der ordnungsgemäßen Verwaltung, aber man muss das, das ist halt auch, einerseits leuchtet das sehr ein, was heißt das ordnungsgemäße Verwaltung, andererseits ist da sehr viel Interpretation immer mit drin und am Ende geteilt würde, also wenn es zum Konflikt kommt, würde ein Gericht oft entscheiden und das heißt, ja, man geht immer so ein bisschen Risiko mit ein und weil man einfach auch dringende Felder hat, wo man handeln muss. Und dann muss man gucken, jetzt gehe ich das Risiko ein, ja, nein. Es geht auch um die WEG, um das Gebäude, den Erhalt des Gebäudes. Ich muss hier handeln eigentlich, kann auch haften, wenn ich nicht handele.
Andererseits, wenn ich zu viel ausgebe, kann ich auch hier haften. Das ist halt immer so eine Abwägung. Ich meine, du hast eine Hausverwaltung mit, sagen wir mal, du hast eine WEG mit 400 Eigentümern und hast aber eigentlich auch 400 Mal die Chance, verklagt zu werden, gell? Natürlich, natürlich. Genau. Aber wir hatten ja mal jemand erzählt.
Dagegen geht es uns ja richtig gut. Ja, da haben wir ja. Und das ist eine große Rechnung, Sebastian. Ja, du lachst, Marc, aber das ist tatsächlich eine Sache, wo wir sehr darauf achten, wie die Eigentümerstruktur ist bei so einer WG, wenn wir die übernehmen. Weil halt, wenn du einen sogenannten Klerulanten in der WG hast, der einfach bei jeder Kleinigkeit klagt, das kann dir alles kaputt machen. Dann kannst du nicht mehr richtig arbeiten, weil du musst alles zehnmal überprüfen.
und deine Haftung ist halt überall im Spiel, dann macht es eigentlich keinen mehr Spaß. Und dass wir die einfach von vornherein versuchen dann auch auszufiltern, weil dann würden auch alle unsere anderen WGs darunter leiden, weil wir halt so viel Zeit an einem Kunden verbringen. Geht aber nicht.
Prävention statt Reaktion: Wie Instandhaltung geplant werden sollte
Inwieweit ist es eure Aufgabe oder interpretiert ihr es als eure Aufgabe, wirklich die laufende Instandhaltung des Objekts regelmäßig zu überprüfen, das heißt auch vor Ort zu sein, zu schauen, da sollte man jetzt, bevor was kaputt geht, mal jemanden draufschauen lassen oder Reparaturen machen. So diese Themen, weil wir kennen es von vielen Verwaltern, also was wir so mitkriegen, die reagieren erst dann, wenn es eigentlich schon zu spät ist und sich zehn Eigentümer aus der WEG beschweren. Ja, die Beschwerde ist quasi das Startsignal zu handeln, aber es gibt keine Präventionsmaßnahmen der Verwaltung. Also wir kennen das fast gar nicht, außer wir kriegen es nicht mit. Aber wie siehst du das? Also natürlich ist es wichtig, diese Prävention.
Man kann wahnsinnig viel Geld sparen, wenn man halt im Voraus die Instandhaltung eines Gebäudes plant. Und wir machen, also wir haben verschiedene Angebote eben. Und bei dem Angebot, wo wir auch wirklich lokal präsent sind in mehreren Städten in Deutschland, da machen wir natürlich auch mindestens eine Objektregierung im Jahr, um halt genau diese Themen anzugehen. Grundsätzlich, was uns aber auch sehr wichtig ist, ist, dass die Eigentümer mit eingebunden werden, weil die haben im Endeffekt das größte Interesse daran, dass diese Immobilie erhalten wird und deswegen ist das auch etwas, was wir von vornherein überprüfen, wie involviert sind die hier. Weil wenn die Eigentümer grundsätzlich gar keine Lust haben, da irgendwie große Maßnahmen zu finanzieren, dann brauchen wir gar nicht erst anfangen. Also dann stecken wir da umsonst Energie rein.
Und es gibt zig Fälle, die ich auch schon gesehen habe, also relativ traurig ehrlich gesagt, aber wo das halt nur Investoren sind, die dann meine Wohnung vor Jahren gekauft haben und jetzt halt das Geld für ihre Rente brauchen und eigentlich kein einziges Cent da noch reinstecken möchten. Ja, dann ist man auch limitiert als Hauswalter, weil im Endeffekt ist es eine Entscheidung der WEG und der Eigentümer, da eine Standhaltung zu machen. Du, ich bin mal auf eure Webseite gegangen und habe gelesen, 30% Hausgeldersparnis im Durchschnitt bei all unseren WEGs, komplette transparente Verwaltung, das hast du schon erwähnt, und die reaktionsschnellen Experten sind für sie da. Das sind so die drei Highlights, die ihr hier vorgestellt habt. Wie schafft ihr es denn bei steigenden Kosten? Und wir kriegen ja die Jahresabrechnungen, da schwimmen wir ja drin jeden Tag.
Also nicht schwimmen, keine Ahnung, sondern wir lesen sie regelmäßig. Und wir haben ja schon festgestellt, dass die Kosten ganz schön hochgegangen sind. Ob es jetzt der Hausmeister ist oder, oder, oder. Wie kriegt ihr denn die 30% Ersparnis hin gegenüber einer durchschnittlichen anderen Hausverwaltung? Also was wir sehen ist halt, insbesondere eben, wenn die Eigentümer mit involviert sind und wenn wir die halt immer auch wirklich daran teilnehmen lassen, dann haben die ein sehr direktes Interesse daran, dass auch Kosten gespart werden. Im Endeffekt zahlen sie ja ihr Hausgeld, zahlen, tragen die Kosten.
Und wir haben zum Beispiel ein Angebot, wo wir eben bei der Selbstverwaltung unterstützen. Das heißt, ein Eigentümer wird rein rechtlich gesehen auch der Verwalter der WEG. Wir geben ihm die Tools, wir geben ihm die Plattformen und sobald es halt komplexer wird und er fragen hat, dann begleiten wir ihn dabei. Aber grundsätzlich vertritt er die WG nach außen. Und was wir da gesehen haben, ist, dass halt plötzlich diese Eigentümer viel, viel mehr jedes Angebot von jedem Handwerker oder auch die Versicherung, was sie sich näher anschauen und handeln und dadurch extrem viel Geld gespart wird. Und insbesondere bei kleinen WGs, wenn wir jetzt über eine Dreier-, Vierer-WG sprechen, Ein klassischer Hauswalter hat gar nicht die Zeit da groß, sich alle Verträge anzuschauen, zu verhandeln und so weiter.
Das wäre nie rentabel für ihn. Für die Eigentümer, die haben sehr direkt das Interesse daran. Und allein dadurch, dass man halt die Eigentümer mit reinbringt, denen diese Möglichkeit gibt, da auch dann sich nach Angeboten ausschaut, zur erkundigen, Entschuldigung, und auch selbst eventuell auch Dienstleister vorzuschlagen, da werden extrem viel Kosten gespart. Ein ganz typisches Beispiel ist auch, dass Hauswaltungen haben ihre festen Handwerker, mit denen sie immer arbeiten wollen. Wir sind da relativ offen. Wir haben Handwerker, die wir vorschlagen können.
Aber wenn jetzt der Herr Müller in der WG selbst noch die Sache machen möchte und das auch kann, fachlich, dann soll er das machen. Es ist sein Eigentum ja auch. Oder Miteigentum auf jeden Fall. Danke, Moritz, für die Erklärung. Und jetzt stelle ich mir aber die Frage,
Braucht ein Verwalter eine Zertifizierung?
Als ordentlicher Verwalter muss ich doch auch, helfe mir, wenn ich da falsch liege, eine Zertifizierung haben, eine Ausbildung haben. Ich kann doch jetzt nicht einfach als Privatmensch Beruf Bäckermeister. Die WEG übernehmen meiner Wohnanlage mit sechs Einheiten, fangen dann auch noch an, die Gelder zu verwalten etc. Gibt es da nicht Hürden, die zu nehmen sind? Oder kann jetzt auf einmal jeder in der WG sagen, ich mache jetzt hier, also Beirat ist klar, aber ich glaube, ihr Verwalter habt doch auch Ausbildungen oder ihr müsst doch auch Prüfungen absolvieren oder Fortbildungen machen, oder? Also super interessante Frage, bekommen wir tatsächlich auch sehr häufig eben von Leuten, die bei uns eine Anfrage stellen.
In der Reform 2020 wurde diese Zertifizierung eingeführt. Der Gesetzgeber hat aber auch gesehen, es gibt einfach einen riesen Fachkräftemangel. WGs, die klein sind, die haben extrem Schwierigkeiten, überhaupt einen Hauswalter zu finden. Der bezahlbar ist auch. Der bezahlbar ist, aber auch ohne über Geld zu sprechen, aber einfach überhaupt einen zu finden. Teilweise werden gar kein Angebot gemacht von Hauswaltungen.
Und parallel ist natürlich jetzt bei so einer Dreier-WG im Vergleich zu einer Dreißiger-WG die Komplexität viel, viel niedriger. Und deswegen gibt es auch im Gesetz steht, dass halt man erst sozusagen Recht oder es gehört zur ordnungsgemäßen Verwaltung, ab neun Einheiten einen zertifizierten Verwalter zu haben. Unter neun Einheiten, eben bei diesen ganzen kleinen WGs, ist es extra vorgesehen vom Gesetz, dass man auch nicht sätfisch sein kann. Und das passt eben extrem gut zur Selbstverwaltung. Es gibt auch WGs, die sagen, wir sind 15 Einheiten oder was weiß ich. Wir haben hier jemanden, der ist kompetent intern, der kennt sich aus, der ist, keine Ahnung, seit ein, zwei Jahren jetzt in der Rente und hat Lust, sich da eigentlich mal zu investieren und einfach Hand anzulegen.
dann können die das entscheiden. Es gibt grundsätzlich immer das Recht als WG, das zu beschließen auch. Also auch wenn die Person nicht zertifiziert ist. Haben wir wieder was gelernt. Ja, interessant. Ich würde sagen, das ist eine Info, die bestimmt nicht jedem bekannt ist.
Und ich verstehe das richtig, Moritz. Wenn jemand sich diese Aufgabe annimmt, dann hat er mit Matera noch die Möglichkeit, auf eine Plattform zu gehen, wo er ein komplettes Netzwerk vorfindet, um ihm die Aufgabe eines Verwalters zu erleichtern, weil er dann eben nicht den Klempner etc. etc. Hausmeisterdienst ABCDE suchen muss, sondern er greift gleich auf eure Plattform zu und euer Netzwerk zahlt dafür ein bisschen was oder die WEG zahlt dafür eine Gebühr, aber letztendlich ist es so, dass ihr quasi das Körbchen schon parat habt. Kann man das so verstehen? Ja, genau.
Also was wir halt gesehen haben, ist, es gibt tatsächlich auch jetzt schon, also ohne Materie oder vor Materie, gab es auch schon WEGs, die sich selbst verwaltet haben. Aber da ist es halt oft so, dass die Buchhaltung mit Excel oder sogar noch schlimmer mit auf Papier gemacht wird. Ja, flitzt ja. Genau. Wir kennen bei so kleinen WEGs diese Wirtschaftspläne, die von irgendeiner Anwohnerin in Word geschrieben werden. Ja, genau, traumhaft.
Das heißt, das gibt es alles. Das kann auch funktionieren. Aber da kann es halt eben auch dann doch zu Problemen kommen, dass halt dann Sachen falsch gebucht werden. Und obwohl die Person da echt viel Zeit und Energie reinsteckt, dann kann es auch zu Streit kommen. Und der Vorteil eben ist daran, dass wir diese WG bei der Selbstverhaltung unterstützen und halt dafür sorgen, dass die Sachen auch rechtlich sauber laufen. Dass halt die Buchhaltung, die läuft über unsere Plattform.
Das heißt, wir können checken, das und das muss so gebucht werden. Die Heizkosten müssen so gebucht werden. Die Verwaltungskosten müssen so gebucht werden und so weiter und so fort. Und auch bei der Eigentümerversammlung halt die Beschlüsse, die können wir halt vorgeben, wie die formuliert werden müssen, dass da kein Anfechtungsrisiko ist. Weil natürlich, wenn Herr Müller eben als Laie da seinen Beschluss formuliert, natürlich verpasst er Sachen. Ja, echt, glaube ich, für sehr viele nochmal eine sehr gute Option.
WEG-Verwaltung vs. Mietverwaltung: die wichtigsten Unterschiede
Wir sollten jetzt, glaube ich, mal, ich glaube, viele unserer Hörer haben jetzt doch gar nicht so genau, es gibt ja nicht nur die eine Art von Hausverwaltung. Damit meine ich jetzt weniger, arbeitet die gut oder schlecht, sondern erstmal grundsätzlich die Unterscheidung zwischen WEG-Verwaltung und Mietverwaltung. Das werfen viele in einen Topf. Du hattest ja auch im Vorgespräch gesagt, ihr erweitert euch so auch ein bisschen in die Richtung, können wir gleich noch was erzählen. Vielleicht jetzt nochmal ganz klar getrennt, jetzt erstmal im Bereich der WEG-Verwaltung. Du hattest gesagt, ihr macht einerseits die Unterstützung der Selbstverwaltung, das ist euer Ursprung.
Ihr macht aber auch nochmal das Thema Online-Verwaltung als Vollverwalter und aber auch den Bereich klassischer Verwalter vor Ort. Vielleicht kannst du das nochmal so ein bisschen die Kategorien einteilen und dann gerne auch überleiten in den Bereich Mietverwaltung. Genau, also wir haben in dem Bereich WEG-Verwaltung haben wir drei verschiedene Angebote. Einmal eben die sogenannte unterstützte Selbstverwaltung, was ich eben vorhin schon erklärt habe. Es gibt einen Eigentümer, der übernimmt das Zepter in der WEG und wird selbst Verwalter und wir unterstützen ihn dabei. Und dann gibt es zwei Optionen, wo wir die Verwaltung der WEG sind.
Einmal, das nennen wir die lokale Hausverwaltung. Das heißt, wir sind lokal präsent. Das bieten wir in sechs verschiedenen Städten an. Berlin, München, Hamburg, Frankfurt, Köln, Stuttgart. Und das ist ganz klassisch eigentlich die Hausverwaltung. Das heißt, wir machen die Begehung, organisieren die Eigentümerversammlungen und im Endeffekt nutzen wir halt die Software, die wir gebaut haben für die Selbstverwaltung, die benutzen wir halt intern, weil sie uns auch das Leben viel, viel einfacher macht.
Und dann gibt es die Online-Verwaltung, die halt deutschlandweit verfügbar ist sozusagen, wo wir Verwalter sind, aber es gibt zwei, sagen wir mal, Bedingungen. Das ist einerseits, wir machen keine Objektbegehung. Das ist halt von vornherein abgesprochen, dass eben der Beirat diese Objektbegehung für uns macht. und bei der Eigentümerversammlung schalten wir uns online dazu. Wir sind nicht vor Ort in dem Gasthaus, in dem Saal, was weiß ich. Und das heißt, hier ist einfach eine Involvierung des Beirats noch wichtiger.
Das sind die drei Angebotssagen in der Wegi-Verwaltung. Damit eben auch wirklich für jeden Hörer jetzt quasi, ist da was dabei. Genau, genau. Wo er sitzt. Und auch für jeden Eigentümer, egal wo er sitzt, aber auch für jede WG, wie auch die Eigentümerstruktur ist. Wir haben tatsächlich auch in den Städten, wo wir auch dann unsere Büros haben, sagen wir jetzt Berlin oder München, haben wir auch Leute, die sagen, online reicht mir vollkommen aus.
Wir sind hier alle digital unterwegs. Wir brauchen jetzt nicht jemanden, der halt immer sich da bei uns im Gasthaus die Eigentümerversammlung macht. Brauchen wir nicht. Wir müssen nur noch ein Gasthaus finden, was über ausreichend gutes Internet verfügt, dass ihr euch online dazuschalten könnt. Ja, oder es schalten sich einfach alle online dazu. Das ist gar kein Problem.
Und mittlerweile wird es immer mehr geschätzt, dass das online gemacht wird. Dann muss man nicht groß anreisen, wenn man ja auch nicht vor Ort wohnt. Man kann ja auch in einer anderen Stadt wohnen und dann kann man sich einfach dazuschalten und bekommt trotzdem mit, was in der WEG los ist.
Sondereigentums- und Mietverwaltung: das neue Angebot von Matera
Moritz, jetzt habe ich mehrere Immobilien in Deutschland und möchte die Vermietungen über dich verwaltet haben. Sebastian sagte ja schon, dass du ja auch diesen Bereich jetzt aufbaut. Was kann ich da erwarten? Wie sieht da der Prozess aus bei euch? Genau, bis jetzt haben wir uns immer auf die WG-Verwaltung spezialisiert, weil wir auch gesagt haben, das ist ein Bereich, da ist so viel zu machen und da kann man auch natürlich Fehler machen und deswegen wollen wir das erstmal richtig machen. und haben jetzt in den letzten vier Jahren immer nur WG-Verwaltung angeboten.
Und jetzt hat der Punkt gekommen, wo wir merken, okay, jetzt können wir auch eben ein zweites Standbein aufbauen, einmal mit der Sondereigentumsverwaltung und der Mietverwaltung. Und das werden wir jetzt auch ab nächsten Monat auch anbieten, dass wir das in den sechs verschiedenen Städten, wo wir auch eben präsent sind, auch die Sondereigentumsverwaltung und Mietverwaltung anbieten. Also München ist dabei? Ja, auf jeden Fall. Okay, genau. Das heißt, nochmal vielleicht, ich meine für uns ist das alles logisch, ich versuche es immer noch so ein bisschen für die Breite unserer Hörer nochmal zu kategorisieren.
Also WEG-Verwaltung ist das, was ihr alle kennt, wenn ihr eine Wohnung habt, der Verwalter, der die Abrechnung für euch als Eigentümer macht, der die Protokolle schreibt, der im klassischen Weg vorne in der Versammlung am Tisch sitzt und das Wort führt. Ansprechpartner ist für alle Fälle. Genau, Ansprechpartner für alle Dinge, die dich als Eigentümer betreffen. Und dann kannst du eben noch obendrauf schalten als Sonderbaustein. Das machen auch immer mehr Leute, weil das Thema Verwaltung der eigenen Mietwohnungen auch immer komplexer wird. Dass man sich dann quasi nochmal so eine Art Sekretär, wir kennen auch jemanden, die nennen sich dann Immobiliensekretariat.
Also das finde ich eigentlich immer ganz schöne Verbildlichung. Also es ist jemand, der kümmert sich dann eben nicht nur um dich als Eigentümer, sondern auch um dich als Vermieter. regelt also alle Dinge mit dem Mieter, mit der Abrechnung mit dem Mieter. Übergabe. Also quasi nochmal ein Baustein obendrauf. Aber da kannst du gerne nochmal sagen, was wirklich auch in der Mietverwaltung alles mit drinsteckt und auch gerne, was man da ungefähr an Kosten rechnen muss.
Ob das eine Pauschale ist, ob das prozentual von der Miete geht, wie ihr das aufsetzen werdet. Genau, also bei dieser Sondereigentumsverwaltung ist es eine Pauschale. Wir machen es, also bis jetzt haben wir uns entschieden, Der Aufwand ist meistens nicht unbedingt wirklich abhängig von der Miete. Ehrlich gesagt, wenn dann eher vom Mieter oder vom Eigentümer. Aber der Betrag der Miete jetzt nicht direkt. Deswegen eben Fixbetrag.
Und haben da halt auch einen Preis festgelegt. Der variiert natürlich, wenn jetzt jemand mehrere Einheiten dazu vermieten hat, kann der natürlich auch dann pro Einheit runtergehen. Aber wir sind so um die 35 Euro im Monat vom Preis her. Das ist im Vergleich zu dem Aufwand echt, finde ich, ein fairer Betrag, wo man sich spart. Das heißt, geht das dann auch, aber grundsätzlich ist die Post, kriegt der Vermieter schon noch zu sich nach Hause, leitet sie aber dann an euch zur Bearbeitung weiter, wenn das jetzt mietrelevant ist. Ja, genau.
Post bekommt der Eigentümer noch, aber natürlich managen wir den ganzen Kontakt auch mit dem Mieter eben von halt Mietvertrag aufsetzen oder eben oder noch früher halt Mieter suchen überhaupt, dann Mietvertrag aufsetzen und dann halt alle Reparaturen, falls da mal was passiert, natürlich auch dafür sorgen, dass halt die Miete bezahlt wird, falls da Themen gibt, dann zu mahnen. und dann auch die Übergabe zu machen, wenn der Mieter die Wohnung wieder verlässt. Wer macht denn in München dann für euch die Vermietungen in dem Fall? Habt ihr schon einen Plan oder darf ich dich jetzt mit einem großen Zaunfall auf ein ganz tolles Maklerteam in München hinweisen? Den Zaunfall kannte er schon, mit dem hat er mich schon erfahren. Ach ja, wirklich?
Genau, genau. Ja, da war ich jetzt nicht dabei, sorry. Aber du merkst, ich bin der Vertriebler. Ich kann gar nicht anders, als diese Frage zu stellen, weil ich das natürlich raushöre und sage, hey, Potenzial. Ich meine, du weißt ja, hast ja schon mal gehört, die Qualität des Angebots und die Darstellung des Angebots ergibt gleichzeitig auch die Qualität der anfragenden Kunden. Also damit machen wir ganz gute Erfahrungen.
Aber Spaß beiseite. Was habt ihr vor, wie wollt ihr das machen? Und können wir euch da unterstützen? Also ganz am Anfang werden wir es erstmal intern machen, glaube ich, weil es halt noch sehr begrenzt sein wird. Aber nach und nach, wenn wir halt immer mehr Einheiten da auch dann zu verwalten haben, werden wir da auch eben Partner suchen. Und deswegen, da könnt ihr uns sehr gerne unterstützen.
Es ist jetzt aufgezeichnet für die Ewigkeit. Kann ich mich nie mehr daran erinnern, gibt es jetzt nicht.
Warum der Beruf des Hausverwalters unter Nachwuchsmangel leidet
Habt ihr, ich meine, viele unserer Hörer werden wahrscheinlich Hausverwalterfrust haben, egal ob jetzt WEG oder Mietverwaltung. Habt ihr noch Kapazitäten für neue Kunden? Ja, ja, klar. Also, sehr gut. Ja, weil viele machen zu, Moritz. Genau, ich weiß.
Wir haben in München hier ein Generationsproblem. Die Kinder haben was anderes vor. Wir haben ja eine lustige Generation gerade, die unterwegs ist. Da ist ja sowas nicht mehr sexy genug. Und dann haben wir aber auch immer mehr Fortbildungen, Themen, die auf den Verwalter einprasseln, energetisch. Thema Datenschutz.
Allein schon Datenschutz. Ja Gott, da wirst du ja nur geärgert. Und dann hast du energetische Themen auch. Du hast ja die Energiegesetzthemen. Man muss sich ja heute mit dem Thema als Hausverwalter auch mit dem Wissen versorgen, weil du kriegst die Fragen ja von deinen Eigentümern gestellt. Ja, was ist jetzt mit unserer Heizungsanlage?
Was machen wir denn jetzt mit dem Solar? Was können wir alternativ machen? Was kostet denn der Anschluss an die Fernwärme? Man erwartet ja ziemlich viel vom Verwalter, gell? Ja, auf jeden Fall. Also du hast es sehr richtig beschrieben.
Der Job ist nicht mehr sexy und es ist tatsächlich sehr traurig, weil einerseits es gibt sehr gute Hausarbeiter auf dem Markt, aber nichtdestotrotz haben es nicht geschafft, diesen Job irgendwie sexy zu machen und da auch das Nachwuchs rankommt. und jetzt gibt es halt entsprechend sehr großen Fachkräftemangel und auch viele Hauswalter gehen nach und nach in die Rente. Und das ist das eine. Und parallel dazu, wie du richtig gesagt hast, werden die Themen immer komplexer. Und dass man das eigentlich gar nicht mehr abdecken kann als Hauswalter alleine oder eben zu zweit vielleicht noch mit dem Buchhalter, da kann man sich gar nicht so in die Themen reinfuchsen. Man muss sich immer mehr auch einfach spezialisieren, dass jeder Mitarbeiter eben da auch sein weiß, worum es geht.
Und das heißt, man braucht eine bestimmte Größe. Und was ich eben vorhin geschildert habe, 25.000 Hausverwaltungen, das kann langfristig nicht so weitergehen, weil einfach sonst der Service auch niedrig bleibt. Und da haben wir eben einfach einen Riesenvorteil, dass wir, wir sind 60 Leute mittlerweile und haben eben Juristen intern. Wir haben Leute, die sich Buchhalter, wir haben Leute, die sich baulich auskennen und dadurch können wir uns viel, viel mehr auf die einzelnen Themen spezialisieren, Dienstleister-Netzwerke eben auch wirklich aufbauen. Das kann man nicht einfach so nebenher machen, wenn man das alles alleine macht. Lass mich raten, Moritz, ihr arbeitet wie viele moderne Unternehmen heute so, dass ihr euch das Wissen auch einfach einkauft, virtuelle Assistenten habt und jetzt nicht eine klassische Hausverwaltung seid, die sagen, hey, ich brauche jetzt jemanden für Aufgabe A, da stelle ich jetzt jemanden ein und dann schaue ich, dass er noch Aufgabe B übernimmt.
sondern man hat ja heute ganz viele Möglichkeiten, sich für A, B, C, D, E, F, G jeweils für so und so viele Stunden, wie ich es brauche, Assistenten oder Wissen einzukaufen. Arbeitet ihr auch so, geht ihr eher in die Richtung, dass ihr sagt, ich muss ja den Bauingenieur nicht bei mir fest anstellen, sondern du gehst auf jemanden zu, der freier ist oder du weißt, wo du zu jemanden findest, der dir eben eine Rechnung schreibt für ein paar Stunden Arbeit im Monat. Also wie seid ihr da aufgestellt? Seid ihr da modern aufgestellt? So in der Art? Oder stellt ihr ja nicht alle ein?
Also tatsächlich doch. Also wir haben tatsächlich in den meisten Bereichen entschieden, dass wir Leute einstellen wollen, weil wir das Wissen intern haben wollen, weil das so wichtig einfach ist, um gut arbeiten zu können. Verstehe. Also der Jurist, den ihr da habt? Der ist intern. Der ist intern.
Der ist angestellt von Matera. Der hat einen festen Job und ist bei euch fest angeboten. Ja, interessant. Genau. Ich hätte es mir jetzt anders vorgestellt, Sebastian. Ich, eher spontan hätte ich jetzt auch gesagt, 60 Leute für 10.000 Einheiten klingt erstmal personal effizient.
Ja, aber genau das ist der richtige Punkt. Also worauf wir halt achten, ist, dass wir die Zeit, die wir haben, dass wir da reinstecken, wo auch Menschen wirklich einen Mehrwert haben. Also wirklich, wir versuchen in der Buchhaltung extrem viel zu automatisieren. Alle Rechnungen, die bei uns reinkommen, die kommen in ein E-Mail-Postfach, werden identifiziert, zu welcher WG gehören die. dann wird direkt automatisch gescannt, okay, Betreff, Dienstleister, Betrag, Datum, wird alles schon gescannt, angegeben in unserer Plattform. Das heißt, der Verwalter muss nur noch gucken, okay, stimmt das?
Und dann die Rechnung freigeben und der Buchhalter dann die Beweisung tätigen. Aber dieses Ganze abtippen oder teilweise auch noch ausdrucken und dann irgendwie notieren, was ich, ich könnte euch gar nicht vorstellen, wie ineffizient das ist. Und das ist immer so ein sehr konkretes Beispiel, aber das ist in vielen Bereichen, dass wir halt auch alle Anfragen, die wir bekommen von Eigentümern, dass wir halt automatisiert auch eben mit KI identifizieren, zu welcher WG gehört das, was für Themen sind das, dass es halt direkt beim richtigen Ansprechpartner landet, dass nicht eine Person nur den ganzen Tag damit verbringt, diese ganzen E-Mails zu sortieren und zuzuordnen. Da kann man extrem effizient werden. Das heißt, ihr habt kein Callcenter dahinter oder irgendeine Notfallnummer, sondern ihr arbeitet schon mit KI für diese Emergency Calls, die ja dann gefiltert werden, weil, wie es ja immer so ist, 80 Prozent der Anrufe sind gar nicht so dringend, wie es oftmals gemeint wird. Der Wassereinbruch im Keller, der findet ja jetzt nicht jeden Dock statt.
Aber viele Dinge werden ja sehr wichtig und sofort gemacht. Also arbeitet ihr auch mit KI-Unterstützung jetzt, was so Anrufthemen betrifft? Anrufe tatsächlich noch nicht. Gibt es aber schon, habe ich gehört. Genau, gibt es auch, werden wir auch. Bis jetzt haben wir uns da fokussiert auf das Schriftliche.
Wir wollen auch, wir sagen auch all unseren Eigentümern immer, schreibt uns bitte lieber, ruft uns nicht an, sondern schreibt uns, weil dadurch können wir identifizieren, was ist die Thematik, wer ist der richtige Ansprechpartner, wir können uns die Thematik anschauen, vielleicht gibt es andere, halt eine Historie dazu, wo dann können wir uns die einlesen. Wenn du mich jetzt anrufst, dann weißt du nicht sofort, was ist die Historie und wer ist jetzt der richtige Ansprechpartner und so weiter, musst du mir das erstmal anschauen. Und dazu kommt noch ein Verwalter, wenn der ständig unterbrochen wird von irgendwelchen Anrufen, dann kann der auch nicht effizient arbeiten. Und das heißt, dass wir wirklich da extrem auf das Schriftliche immer uns konzentrieren. Und im Durchschnitt, was wir sehen, ist, dass wir da innerhalb von sechs Stunden immer antworten bei allen Mails. Das ist toll.
Und wir können halt auch identifizieren durch KI, ist es ein dringendes Thema oder nicht. Okay, du, Sebastian, erinnere mich daran, dass ich dem Moritz gleich mal die Adresse rüberschicke von dem einen Objekt in München. vielleicht klappt es ja dann. Wir werden dich mal empfehlen bei dieser WEG. Wir werden dich regelmäßig empfehlen. Also das und erstmal auf die Podcast-Folge verweisen.
Aber dann kommt natürlich auch immer noch die Frage wahrscheinlich von den Kunden, wenn ihr so effizient seid, seid ihr dann auch deutlich günstiger als andere Verwalter? Nicht unbedingt. Also ich glaube, das ist auch ein Ansatz, tatsächlich die Eigentümer oft haben, den ich sehr schade finde, ist, dass sie versuchen, für 1 Euro die Einheit im Monat irgendwie zu falschen und ich glaube, das ist wirklich an der falschen Ecke gespart, weil es handelt sich meistens halt die Immobilie, die Wohnung ist meistens das größte Vermögen, was sie haben und da 1 Euro im Monat zu sparen ist einfach, also falsch. Kennen wir aus den WEG-Versammlungen. Sag mal Moritz, im Mittel oder im Schnitt, wo liegt ihr ungefähr pro Einheit oder Lässt sich das so einfach sagen oder sagst du, in Berlin sieht das ganz anders aus wie in München? Nein, tatsächlich.
München, Berlin, Hamburg sehen wir ziemlich ähnliche Preise. Und da sind wir jetzt abhängig von der Größe natürlich so zwischen 30, 40 Euro die Einheit. Ja, das ist absolut normal. Genau, ich würde sagen, wir sind ungefähr im Durchschnitt und auch je nach Angebot natürlich, wenn ihr euch für die Selbstverwaltung entscheidet, dann seid ihr natürlich günstiger, weil ihr müsst ja auch Selbstarbeit. Aber wenn wir die volle Lokalverwaltung anbieten, dann sind wir, glaube ich, können wir auch durchaus einen Ticken teurer sein, stehen wir aber auch zu. Ja, also wenn am Ende, es ist ein Betrag, der untergeht in der Gesamtbetrachtung und wenn man dafür eine gute Betreuung hat, dann sollte es einem das einfach wert sein.
Also so muss man das einfach sehen.
Eine warnende Anekdote: Wenn Rücklagen verschwinden
Ich glaube, wir kommen jetzt inhaltlich langsam zum Ende und wir stellen unseren Gästen immer dann nochmal so eine Frage, Gibt es irgendeine Anekdote aus deinem Verwalterleben, die im Kopf geblieben ist? Irgendwas Überraschendes, Lustiges? Irgendwas, wo du gesagt hast, wenn ich mal beim Podcast zu Gast bin, dann werde ich das mal erzählen, weil das hat mich a, furchtbar gefreut oder brutal genervt. Also es kann auch eine Mythe sein über eure Branche, wenn du willst. Aber was hast du schon erlebt? Also gibt es eine Story?
Ich glaube, Sebastian will für unsere Zuhörer mal eine schöne Story hören, irgendwas, was Besonderes war in deinem Umfeld. Also ich glaube, eine Story, die jetzt auch wieder vor kurzem aktuell geworden ist, ein bisschen traurig ehrlich gesagt, ist halt, dass es regelmäßig passiert, einfach durch Mangel an Transparenz, dass Geld entwendet wird. Es gab jetzt den Fall wieder vor kurzem in Hamburg, wo einfach Rücklagen in Bauprojekte investiert wurden. Und halt, naja, Bauprojekte laufen nicht so gut in den letzten Jahren. Und da einiges an Geld einfach dann verschwunden ist. Und jetzt vor kurzem eine WG, mit der wir gesprochen haben, waren halt 500.000 Euro Rücklage weg.
Und das ist schon echt bitter. Und da kann ich halt immer nur darauf hinweisen, dass halt, naja, die hatten auch keine Zertbräns. Die wussten nicht, wo das Geld liegt bei ihnen und konnten das nicht überprüfen. und das ist, finde ich, schon eine Sache, worauf man achten sollte. Und Leute wollen immer, dass halt das Geld bei denen bei der lokalen Sparkasse ist, aber wenn sie nicht auf die Kontoauszüge gucken und wo das Geld hin ist, dann bringt das denen auch nicht viel. Der Beirat hat die Kontrollfunktion auch dafür und stimmt sich regelmäßig ab und hat Zugang, ne, komplett.
Hat Zugang, also er hat eben nicht ist Zugang meistens auf Online-Banking. Also bei uns hat der Zugang schon, sie kann alles einsehen auf der Plattform, alle Zahlungen live. Aber bei 99% der Hausverhaltung kann er das nicht sehen und hat dann einmal im Jahr meistens die Belegprüfung, wo er das prüfen muss. Ich habe auch schon gesehen, in Überweisungen stand immer Zuführer-Rücklage da drin, aber im Endeffekt war es halt, die Rücklage war das Privatkonto vom Verwalter, der eine Spielsucht hatte. Und die Überweisung ging raus, Zuführung, Rücklage, kam aber bei der Rücklage halt nicht an. Du, da haben wir schon ein Drehbuch für den nächsten ZDF-Krimi.
Kurze Frage noch, jetzt fällt mir gerade so ein, ist jetzt nicht aufgeschrieben, angenommen ihr würdet jetzt Geld auf einen relativ risikolosen Fonds einzahlen, einen Geldmarktfonds, du bekommst da jetzt im Jahr, wenn du das Jahr liegen lassen würdest, 2 bis 3 Prozent, sagen wir es mal so. Ist das etwas, was erlaubt ist, weil es relativ safe ist und ja was Gutes ist und wenn du die Gewinne zurückführst in die WEG, ist denn sowas risikoloses, so ein Geldmarktkonto zu eröffnen oder das Geld, macht dir das sowieso schon oder gibt es da jetzt noch neue oder greift dir diese Themen auch an, um das Geld, was ja viel oftmals auch nur rumliegt oder geparkt ist als Rücklage und nicht gleich ausgegeben wird. Kann man da am Geldmarkt ein bisschen dran arbeiten? Ist das ein Thema für euch? Habt ihr darüber schon mal nachgedacht oder dürft ihr das gar nicht? Da muss man schon halt ziemlich aufpassen, ehrlich gesagt.
Es gibt schon, wie am Anfang gesagt, es gibt dieses Prinzip der ordnungsgemäßen Verwaltung. Das heißt, natürlich einfach Geld rumliegen lassen ohne Zinsen irgendwie, das würde kein normaler Mensch machen, ist einfach dumm. Aber deswegen, was wir halt machen, ist, dass wir arbeiten sehr eng mit der DKB zusammen und die haben halt Rücklagenkonten, bieten da ich glaube es 2,2% an, für deren Rücklagenkonto ist ein Festgeldkonto sehr standardmäßig. Natürlich kann auch eine WG sich entscheiden, das noch ein bisschen riskanter anzulegen. Dann muss es aber eine Entscheidung und Beschluss geben, weil da natürlich auch Risiko mit dabei ist. Mir ist das nur gerade so gekommen, weil ich dachte, jetzt frage ich dich mal, wenn ich schon jemanden wie ich hier sitzen habe, Super, sehr interessant.
Moritz? Ich glaube, wir haben da echt viele Anknüpfungspunkte auch mit unserem Alltag. Glaube ich auch. Deswegen ein sehr gutes Gespräch, wo wir auch immer wieder was dazulernen. Auch deswegen machen wir den Podcast nicht nur, dass unsere Hörer was dazulernen, sondern auch wir selber. Und ich glaube, wir haben das Thema mal so im Wesentlichen erschlagen.
Oder Moritz, fällt dir noch irgendwas ein, was du unbedingt noch… Vielleicht hast du ja auch eine Frage an uns Makler. Oder was würdest du dir denn wünschen, jetzt hast du die Gelegenheit, auch ganz viele Makler mal anzusprechen, weil es gibt auch viele Kollegen, die uns hören. Hast du den Wunsch an die Maklerzunft da draußen? Gibt es da was, was du noch loswerden möchtest an deine Lieblingskollegen? Ehrlich gesagt, meistens mit den Maklern läuft das eigentlich auch relativ einfach und reibungslos.
Was braucht ihr von uns? Ihr braucht einige Unterlagen. Bei uns sind die tatsächlich auch alle auf der Plattform schon hinterlegt. Das heißt, der Eigentümer hat da direkt Zugriff drauf. kann sie entweder sich selbst runterladen, wir können sie auch zuschicken, wenn nötig, aber was halt uns wichtig ist, dass uns früh genug Bescheid gegeben wird einfach, dass der Verkaufsprozess anläuft, es geht halt einfach ab und zu diese Thematik mit der Verwalterzustimmung bei eigenen WGs, die ehrlich gesagt, meiner Meinung nach, so ein bisschen ein altes Ding ist und die versuchen wir auch nach und nach bei allen WGs einfach rauszuholen. Man kann das ja beschließen, dass man darauf verzichtet.
Also ich fände das toll, wenn wir das mehr machen würden. Ich glaube, das wird aus Lässigkeit und Faulheit einfach nicht gemacht, weil es Arbeit bedeutet, nochmal eine Abfrage zu machen und muss die Grundbucheintragung ja geändert werden, aber es gibt so viel alte, damit man eben hier hinten raus keine Ängste hat und Sorgen hat, dass irgendwelche Hausgeldzahlungen nicht erfolgt sind und hier das letzte Wort noch die Verwaltung hat, wenn es Hausgeldschulden gibt, und so, aber ich finde es gut, dass er das angeht, würde ich mir auch wünschen. Gefühlt bleibt hier in München alles so drin stehen, wie es steht, ob da eine neue Verwaltung kommt und sich bemüht. Also, wir haben sehr viele Protokolle gelesen in den letzten Jahren. Ich habe da noch nie drin gelesen, Sebastian, dass jetzt ein Antrag gemacht wurde, dass man das eventuell löscht. Sehr selten.
Also wir versuchen das tatsächlich jetzt standardisiert immer mit zu beschließen, auch bei unserer Bestellung, dass wir halt dann nur einmal zum Notar gehen um das halt zu erlaubigen zu lassen. Aber nicht bei jedem Verkauf. Das ist einfach anstrengend für alle Parteien. Verlangsamt den Verkauf. Wir müssen extra dafür sorgen, dass die Bestellung eben beglaubigt ist. Dann müssen wir die Verhältnisbestimmung beglaubigen lassen.
Das ist einfach anstrengend für alle Parteien. Bringt keinen großen Mehrwert meiner Meinung nach. Schön, Moritz. Vielen Dank für deinen Besuch. Danke, dass du auf uns zugekommen bist. Du hast ja uns gefunden über den Podcast, glaube ich.
Und ja, es ist schön, dass wir so ein nettes Gespräch führen konnten. Und ich hoffe, dass alle, die dir zugehört haben, sich einiges rausziehen konnten. Wir werden deine Kontaktdaten, die Kontaktdaten von Matera in die Shownotes stellen. Also es wird alles da sein. Ihr könnt quasi den Moritz Himmelreich und sein Team erreichen. Und Moritz, in diesem Sinne, vielen, vielen Dank für die aufklärenden Worte.
Es war sehr erfrischend. Und dann bis zum nächsten Mal beim LEHMANN HUEBER Talk. Servus. Vielen Dank. Servus.

